Samstag, 22. Februar 2014

Von dem Knaben







Zwischen eismüden Bäumen und Sternblumenpfützen
verlief sich ein Wesen, so durchscheinend zart
wie ein mailindes Lüftchen. Wer mag es beschützen
vor launischem Klirren in Großvaters Bart?

Seine Augen sind neblig, verkrustete Narben
verbergen die Schmerzen, im schneeigen Nichts
wo es einschlief, bedecken die gestrigen Farben
erfrorener Vögel die Reste des Lichts.

Denn der Mond schlurft wie stets auf dem nachtblauen Bogen,
er spottet den Menschen, erzählt seine Mär
von dem Knaben, dem grünen mit seidigem Haar,

dessen Vater gestorben, vom All aufgesogen,
dem funkelnden Himmel verwoben nun wär
und der demnach am Morgen erwache. Fürwahr.


© A. M. F.
2012

Kommentare:

:Ludwig hat gesagt…

wun
der
schön
:)!

Ilse Llu hat gesagt…

Vielen Dank, Ludwig.
Ich freue mich sehr über solch berufenes Lob! ♥

:Ludwig hat gesagt…

immer noch! :)

Ilse Llu hat gesagt…

Hab Dank, Ludwig! Durch deinen Kommentar habe ich es auch wieder mal gelesen und finde es selbst immer noch wunderschön! ♥

:Ludwig hat gesagt…

... immer noch. :)